Für Verdienste um das Gesundheitswesen in Deutschland
die Johann Peter Frank - Medaille

Durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst stieg die Lebenserwartung der Menschen zwischen 1900 und 2000 um 30 bis 35 Jahre. Ein anderer, kleinerer Teil, der dazu beitrug, wird auf die klinische Medizin zugeschrieben.  

Die Hygiene, die im Mittelalter stark vernachlässigt wurde, führte Johann Peter Frank als eine eigene Wissenschaft ein.

In seinem sechsbändigen Werk „Die medicinische Polizey“ beschreibt er hygienische und medizinische Vorgehensweisen und Empfehlungen für fast alle Lebensbereiche. Da Infektionskrankheiten leichtes Spiel in der damaligen Zeit hatten, war er der Meinung, dass die Aufgabe eines Arztes darin bestand, den wahren Ursprung der verschiedenen Krankheiten zu erforschen.  

Verantwortlich für die mangelnde Hygiene machte er die damals herrschenden Wohn- und Arbeitsbedingungen als allererste Ursache für die Krankheiten der Bevölkerung verantwortlich. Mit Johann Peter Frank hat für das öffentliche Gesundheitswesen und insbesondere für den öffentlichen Gesundheitsdienst eine Entwicklung begonnen, die bis heute nachwirkt.

Zu Recht verdient Johann Peter Frank einen Ehrenplatz im Olymp der Medizingeschichte, für das öffentliche Gesundheitswesen und den öffentlichen Gesundheitsdienst ist er sozusagen Göttervater Zeus persönlich.  

 

 

Seit wann und an wen diese Medaille vergeben wird

 

Der Bundesverband der Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes verleiht seit 1972 an Personen, die sich um das öffentliche Gesundheitswesen in Deutschland besonders verdient gemacht haben, als höchste Auszeichnung eine nach Johann Peter Frank benannte Medaille.

   

Die Johann Peter Frank – Medaille ist in den letzten 20 Jahren an folgende Personen verliehen worden:

2007   Helma Orosz,
          Staatsministerin für Soziales im Freistaat Sachsen

2006   Alois Dauenhauer,
          Johann Peter Frank-Gesellschaft, Rodalben

2005   Prof. Dr. Bärbel-Maria Kurth
          Direktorin am Robert Koch-Institut, Berlin